Maismantel
Ich musste einfach mit diesem Material arbeiten – umso schöner, wenn die Arbeit dann den Betrachter zu eigenen Bildern anregt: die Äußerung eines Künstlerkollegen, der sich der ‚Zauberflöte‘ sehr verbunden fühlt; er meinte, so könnte Papagenos Mantel aussehen.
Ein Bekannter berichtete, er habe in einem Natur- und Volkskundemuseum in Ungarn Regenmäntel von Hirten gesehen, die nach einem ähnlichen Prinzip gefertigt waren: die dachziegelartige Oberfläche lies den Regen abtropfen und bot dem Träger quasi ein tragbares Dach über dem Kopf.
Aus der Eröffnungsrede von Marcus Schneider zur Ausstellung
im Scala / Basel:
„ ... und das ist das Entscheidende: es ist jetzt nicht so, dass sie dastehen müssen und sich fragen müssen ‚was bedeutet das?‘ oder ‚wie heißt es?‘ – sondern: ‚was bewirkt es?‘. ...
Ich wurde gefragt: zieht man das an, wenn man Mais hat; wahrscheinlich nicht, aber vielleicht immunisiert es und man hat dann weniger Mais. Es ist eine herbstliche Sache, diese welken, trockenen Blätter, die dann wie eine Art zweites Gewand werden.“





