Schutzmantelprojekt
Protective Mantle Project / for Englisch please scroll down

Newsletter Nr. 1 / November 2020 zum Schutzmantelprojekt: hier öffnen

Newsletter Nr. 2 / Ostern 2021: hier öffnen

Lörrach. Mit einem Schutzmantel-Projekt setzt die Künstlerin Astrid J. Eichin ein Zeichen in der aktuellen Corona-Krise. Sie arbeitet an einem übergroßen Schutzmantel, der ein Gefühl von Geborgenheit ausstrahlen wird. Für ihr Gemeinschaftswerk sucht die Künstlerin 500 Mitwirkende.

Schon seit Jahrhunderten spielt das Motiv des Schutzmantels in der europäischen Kulturgeschichte eine wichtige Rolle. Bereits im Mittelalter gab es sogenannte Schutzmantelmadonnen – Darstellungen von Maria, unter deren Mantel Gläubige Geborgenheit fanden. Vorehelich geborene Kinder machte die Mantel-Kindschaft legitim, wenn die Mutter sie bei ihrer Trauung unter ihren Mantel nahm. Bei der sog. Mantelflucht erhielt ein Verfolgter Gnade, wenn er unter den Mantel einer hochgestellten Persönlichkeit flüchtete. In Krisenzeiten erhielt das Schutzmantel-Motiv besondere Bedeutung. Astrid J. Eichin ist zwar schon länger dabei, dieses Kunstprojekt vorzubereiten. Doch die derzeitige Verunsicherung vieler Menschen gibt nun für sie den Anstoß, ihr Projekt umzusetzen.

Der Mantel wird ein Gemeinschaftswerk mit etwa 500 Mitwirkenden. Er besteht aus rund 1000 individuellen schützenden Händen, die aneinandergenäht werden. Jede und jeder Mitwirkende stickt ein kleines Stück des Mantels, ausgehend vom eigenen Händepaar.

Schutzmantel-Projekt

Stickerinnen und Sticker sind frei, wie sie ihre Hände für den Schutzmantel gestalten.
Hier ein Beispiel.

Der fertige Schutzmantel wird dann eine Höhe von über 3 Metern erreichen. Er entfaltet nicht nur seine Wirkung beim Betrachten, man kann sich auch in ihn hineinlegen und spüren, welche Wirkung die vielen gestickten Hände dabei entfalten.

Derzeit sollen wir alle Abstand voneinander halten und versuchen doch, miteinander verbunden zu sein. Eichins Schutzmantelprojekt bietet dazu schon in der Entstehungsphase eine besondere Möglichkeit. Wer ein Händepaar stickt, tut dies für sich in der eigenen Wohnung und doch im Bewusstsein, zu einem großen gemeinsamen Projekt beizutragen. Dass wir Menschen schutzbedürftig sind, machen gerade Zeiten der Krise immer wieder besonders bewusst. Und dass wir gemeinsam handelnd auch Schutz schaffen können, ist vielleicht auch eine nachhaltige Lehre aus dieser Krise.

Schutzmantel-Projekt

Ein Stapel von gestickten Schutzmantelteilen
2020


Info

Offiziell ist die Einsendung von Schutzmantelteilen abgeschlossen. Sollten Sie jedoch noch ein Stickstück in Arbeit haben oder sich sehr gerne am Schutzmantelprojekt beteiligen wollen, so melden Sie sich bitte bei mir.
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Der Augenmantel „I see“ entstand 2017 ebenfalls als Gemeinschaftswerk mit Flüchtlingen.

Mehr zu Hülle und Fülle > I see




Protective Mantle Project

Newsletter Nr. 1 / November 2020: open here

Newsletter Nr. 2 / Easter 2021: open here

With her “Protective Mantel” Project, artist Astrid J. Eichin aims to set a sign during the current Corona crisis. She is working on an oversized Protective Mantel, which will radiate a feeling of comfort and security. For this group project she is looking to recruit 500 participants.

The motif of the protective Mantle goes back hundreds of years, occupying an important role in the cultural history of Europe. From as far back as the Middle Ages we have depictions of the Virgin Mary sheltering the faithful under her mantle and hereby offering comfort and protection.

Illegitimate children became legitimate if their mother took them under her mantle during the wedding ceremony. Fugitives could gain clemency by fleeing under the mantle of a high-ranking person who thus took them under their protection.

In times of crisis the Protective-Mantle motive takes on special meaning. Astrid J. Eichin has been planning this art project for a long time, but the current uncertainty faced by many people has giving the impetus to bring the project to fruition.

The “Protective Mantle” project will be a composite work of approximately 500 participants. It will comprise of around 1000 individual protective hands, which will be sown together. Every participant will embroider a small piece of the mantle, taking their own hands as a starting point. The saying “Many hands make light work” fits this project very well.

Embroiderers are free in how they wish to design the hands for the Protective-Mantle Project. Find an example in the picture above.

Once completed, the “protective mantle” will reach a height of more than 3 meters. It will not only make an impact by looking at it, but also by being able to lie in it, by feeling the fabrics and the effects from the many hands which have stitched it together.

These days we are asked to keep our distance, but we are also trying to stay connected. Astrid Eichin’s “Protective-Mantle Project” in its conception offers a special way in which to stay connected to one another.

Those stitching a pair of hands do this in their own home, but in the knowledge that they are part of a big communal project. The knowledge that we as humans are in need of protection is especially during times of crises very present, but also the awareness that to act jointly can create safety. This is maybe one of the most lasting lesson taught by this crisis.

Information

With her “Protective Mantel” Project, artist Astrid J. Eichin aims to set a sign during the current Corona crisis. She is working on an oversized Protective Mantel, which will radiate a feeling of comfort and security. For this group project she is looking to recruit 500 participants.




The community project _Eye-Mantle_ „I see“ was made in 2017 in collaboration with refugees.

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