Metamorphosen

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Häutung /Verpuppung Tagpfauenauge, 2008
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Metamorphosen; griechisch: Umwandlungen, Umgestaltungen,Verwandlungen

Mein Vater machte mich auf die unscheinbaren Libellenlarven im Gartenteich aufmerksam. Eines frühen Morgens dann beobachten wir, wie die graubraunen Tiere an den Stängeln der Wasserpflanzen emporkrochen. Am Rücken brach ihre Larvenhaut auf und heraus schälte sich gleichsam ein anderes Wesen. Nach dem Entfalten und Erhärten der Flügel flog dieses schillernde Luftwesen davon; zurück blieb die pergamentene Haut. Einige dieser Hüllen bewahrte ich auf; Häutung – zum ersten Mal bewusst wahrgenommen.
Später erfahre ich, dass dieser Prozess bei einigen Geschöpfen den Übergang von einem Entwicklungsstadium zum nächsten einleitet (z. B. Schmetterlinge); andere Lebewesen häuten sich um zu wachsen (z.B. Schlangen, Spinnen oder Krustentiere). Nachdem ich „Wandlungsprozesse“ und „Zeiten der Dünnhäutigkeit“ am eigenen Leib erfahren hatte, nahmen die ersten „Häute und Hüllen“ ihre Gestalt an. Nach wie vor hat dieses Thema für mich nichts von seiner Faszination und seinem Geheimnis verloren.“