Siehe in Deine Hände

Siehe in Deine Hände
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2007: St. Josefshaus in Herten
Schule, Wohngruppen, Werkstätten für behinderte Menschen

Eine Woche war ich vor Ort. Es erging die Einladung an Menschen aus dem St. Josefshaus – Mitarbeiter, Bewohner, Gäste - ihre Hände fotokopieren zu lassen.

Über die Handflächen zieht sich in vielfacher Wiederholung
der Satz:

"Siehe, in die Hände bist Du gezeichnet" - in Anlehnung
an ein Wort aus dem Alten Testament ( Jesaja 49/16). An einer Stelle des Textbandes ist der Vorname eingefügt. Die Kostbarkeit jeder Hand wird hervorgehoben durch einen gold- oder silberfarbenen Hintergrund. Die Geste der schalengleich geöffneten Hände erinnert auch an die Haltung eines Bittenden oder Empfangenden. Leere in den Händen.

Ich schaue in meine Hände.

Freude - ich sehe meine Hände und werde angeschaut.
Scheu - sind meine Hände denn auch schön genug?
Staunen - Lebenslinienzeichnung, einzigartig.
Angst - ich lasse los.

Ich schaue in Hände.

Nahe beieinander - und doch so verschieden.
Geöffnet - gelöst, ohne zu Greifen.
Berührt - ich lasse mich berühren.

Ich schaue.

Berührend war es, die 120 Handflächen der Teilnehmenden nahe beieinander für die Abschlussausstellung zu hängen. Nach Beendigung der Ausstellung erhielten alle Teilnehmer ihre Handportraits.

Schmetterlingsbegegnung

Presseartikel Kunstausstellung Häutungen / Raimund Kagerer öffnen